Gemeinsame Medienorientierung „IG Dä Neu Fischer“ und FKZ

Gemeinsam gegen die Anliegen der Berufsfischer. Die beiden Sportfischerorganisationen „IG Dä Neu Fischer“ und der Fischereiverband des Kantons Zürich (FKZ) spannen in der Öffentlichkeitsarbeit erstmals zusammen.

Im Januar 2018 hat der Regionalverband der Berufsfischer Zürich- und Walensee (RBZW) die Absicht geäusserte, zukünftig die Albeli im Zürichsee gezielt zu bewirtschaften. Dies primär durch eine Reduktion der Maschenweiten von Schwebnetzen. Dieses Ansinnen stösst den beiden Sportfischervereinigungen „IG Dä Neu Fischer“ und dem Fischereiverband des Kantons Zürich (FKZ) gleichermassen sauer auf. So haben den die beiden Organisationen, welche in der Vergangenheit nicht immer gut aufeinander zu sprechen waren, in einer gemeinsamen Medienerklärung Widerstand gegen die Pläne der Berufsfischer angekündigt.

Engmaschige Schwebnetze als Zankapfel
Als wichtigstes Argument  gegen den vermehrten Schwebnetzeinsatz werden die bereits heute bestehenden Konflikte zwischen Berufs- und Sportfischern genannt. Sollten noch mehr Schwebnetze zum Einsatz kommen, wird die Schleppfischerei nachhaltig erschwert, so die Sicht der Sportfischer. Aus ökologischer Sicht bemängeln die beiden Organisationen, dass durch den Einsatz engmaschiger Schwebnetze in grossen Tiefen auch die ohnehin magere Population der Seesaiblinge weiter belastet werden dürfte.

Auch der Felchenbesatz und die Patenvergabe sind unter Beschuss
Auch der jährliche Felchenbesatz im Zürichsee kommt bei der „IG Dä Neu Fischer“ und beim FKZ nicht gut an. Jedes Jahr werden in den Zürcher Gewässern rund 60 Millionen Brütlinge ausgesetzt. Ohne dass dies wissenschaftlich begleitet würde, notabene. Für die beiden Organisationen ein unverantwortlicher Eingriff in das Ökosystem. Heute seien die Bedingungen – vorab im Zürichsee – so gut, dass sich der natürliche Bestand auch ohne die Besatzmassnahmen reproduzieren könne, so Rolf Schatz, von der IG. Gemäss Schatz sollte man sich vielmehr Gedanken machen, ob die aktuelle Zahl von insgesamt 22 Berufsfischern auf dem Ober- und Untersee nicht einfach des Guten zu viel sei. Gemäss FKZ und IG sollte bei den zuständigen Behörden ernsthaft darüber nachgedacht werden, frei werdende Patente nicht zu erneuern. Als Ausnahme könnte immerhin eine Weitergabe innerhalb der eigenen Familie in Betracht gezogen werden.

Für Zündstoff ist gesorgt wir werden die Fortführung des Konfliktes an dieser Stelle genau beobachten.

Beitrag zum Thema im Tages Anzeiger vom 13. März 2018

Gemeinsame Medienorientierung „IG Dä Neu Fischer“ und FKZ

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